Gesetzliche Regelungen in der Pflege bezüglich der Dienstbekleidung

Die Dienstkleidung ist in der Pflege ein wichtiger Teil der Hygienemaßnahmen. Dennoch gibt es kaum Empfehlungen und Vorschriften hinsichtlich der Dienstkleidung in der Pflege. Aus diesem Grund haben Experten mit dem Arbeitspapier „Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege/ Rehabilitation“ einen Leitfaden für die Dienstkleidung erarbeitet, an dem sich Pflegeeinrichtungen orientieren können. Denn es gilt immer zu bedenken, auch an der Kleidung bleiben Keime und Bakterien hängen und können zum schnellen Risiko für die Bewohner werden.

Was ist Dienstkleidung in der Pflege?

Um zu verdeutlichen, was Dienstbekleidung in der Pflege ist, muss zwischen den unterschiedlichen Begriffen differenziert werden. Arbeitskleidung meint Kleidung, die Arbeitnehmer tragen, um die private Kleidung zu schützen. Diese wird bei allen berufsbezogenen Tätigkeiten angezogen. Hier entscheidet der Träger selbst, welche Kleidungsstücke er dabei trägt.

• Berufskleidung sind Kleidungsstücke, die bei bestimmten Berufen getragen werden, wie unter anderem ein Kittel in der Altenpflege.

• Dienstkleidung/Arbeitskleidung ist eine von Arbeitgeber festgelegte und einheitliche Bekleidung in Unternehmensfarben und mit Logo bestickt, die von allen Mitarbeitern während des Dienstes getragen werden muss.

• Schutzkleidung nimmt einen besonderen Stellenwert ein, denn sie dient dem Schutz vor Gesundheitsgefahren und Unfällen am Arbeitsplatz und stellt ferner die Hygiene sicher.

Während bei der Schutzkleidung der Arbeitgeber dafür zuständig ist, dass jeder Mitarbeiter damit ausgestattet ist und ebenso für die Reinigungskosten aufkommt, werden die Kosten für das Tragen von Dienstkleidung, sofern verlangt, im Arbeits- oder dem Tarifvertrag geregelt. Hier wird festgehalten, wer Neuanschaffung, Reinigung und Ausbesserung trägt. Gesetze über die Arbeitskleidung und Bekleidung in Pflegeberufen gibt es nicht. Wenn jedoch der Arbeitgeber verlangt, dass Dienstkleidung getragen werden soll, muss dieser nach § 9 Absatz 1 Nummer 4 BioStoffV dafür Sorge tragen, dass am Arbeitsplatzgetrennte Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung stehen, sodass sich Beschäftigte umziehen und die Kleidung wechseln können.

Was steht im Arbeitspapier „Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege/ Rehabilitation“ in Bezug auf die Dienstkleidung?

Die Tabelle besteht aus drei übersichtlichen Tabellen mit Empfehlungen und Vorgaben für dieKleidung und Schutzausrüstung für Pflegeberufe. In der ersten Spalte findet sich die Art, in der zweiten die Vorschriften für die Pflege wie unter anderem für die Dienstkleidung, Eigenschaften, der Wechsel und die Entsorgung. Danach umfasst Arbeits- oder Dienstkleidung in der Pflege ein Kurzarm-Kleid/Kittel, Kurzarm-Kasack und Hose, die komplett die private Kleidung überdeckt. Die Dienstkleidung sollte der Arbeitgeber im besten Fall stellen. Sie besteht in der Regel aus reiner Baumwolle oder einem Baumwoll-Mischgewebe. Zusätzlich ist eine Chemo-thermische oder thermisch-desinfizierende Aufbereitung notwendig. Wie oft die Dienstkleidung in der Pflege gewechselt werden muss, hängt maßgeblich von den individuellen Arbeitsbedingungen und dem Grad der Kontaminierung ab. Meist ist ein 2-Tages-Rhythmus gängig, kann jedoch auch häufiger sein. Die Reinigung der Dienstkleidung muss mit nachgewiesenen wirksamen desinfizierenden Waschverfahren erfolgen und darf nicht in der privaten Waschmaschine gewaschen werden.

Die geltenden Gesetze hinsichtlich Hygiene der Bekleidung in Pflegeberufe

Auch wenn die generelle Kleiderordnung im Betrieb selbst geregelt wird, gibt es einige allgemeingültige Gesetzehinsichtlich der Hygiene von Bekleidung in Pflegeberufen. • Dienstkleidung muss die hygienischen Vorschriften wie unter anderem die Waschbarkeit bei 60 °C gewährleisten. Zudem sind zum Beispiel kurze ÄrmelPflicht. • Sobald eine Gefahr durch Kontamination ausgeht, muss Schutzkleidung bereitgestellt und getragen werden. Dabei sind Einmalprodukte direkt nach dem Tragen zu entsorgen. • Die Dienstkleidung ist mit Schichtbeginn anzuziehen und mit Schichtende wieder auszuziehen.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Dienstkleidung in der Pflege?

Dienstkleidung hat in der Pflege einige Vorteile und Nachteile. Letztlich bestimmt jede Einrichtung selbst über die Dienstkleidung. Bei uns von Maßgestickt erhalten Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter der Kategorie „Arbeitskleidung“ entsprechende Textilien für den Pflegedienst in unterschiedlichen Farben, die wir mit Logo besticken oder bedrucken.

Die Vorteile von Dienstkleidung in der Pflege

Dienstkleidung in der Pflege sorgt immer für ein einheitliches Erscheinungsbild und transportiert eine entsprechende Wahrnehmung der Einrichtung nach außen. Mit dem Anlegen der Dienstkleidung zu Beginn der Schicht und das Ablegen zum Ende kann eine klare Abgrenzung zum Privatleben erfolgen. Niemand braucht sich in Sachen privater Kleidung Gedanken zu machen. Zudem kann mit einer Dienstkleidung die Kompetenz unterstrichen werden und es ist immer sofort ersichtlich wer zum Pflegepersonal gehört.

Die Nachteile von Dienstkleidung in der Pflege

Oftmals wird die Atmosphäre beim Tragen der Dienstkleidung in der Pflege mit einem Krankenhaus verglichen. Für viele tritt damit auch die Persönlichkeit in den Hintergrund und der individuelle Ausdruck fehlt. Das kann zudem dazu führen, dass die Mitarbeiter in der Pflegebeziehung zu Bewohnern deutlich distanzierter wirken. Erschwerend kommt für diese hinzu, dass sie oftmals nicht zwischen den einzelnen Personen des Personals unterscheiden können. Um die Akzeptanz von Dienstkleidung in der Pflege zu erhöhen, ergibt es Sinn sich im Vorfeld mit allen Beteiligten zu einem Austausch zu treffen oder eine Umfrage durchzuführen.

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