Ein Einblick: Frauen im Handwerksbereich

Noch heute werden Handwerksberufe vor allem mit männlichen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Verbindung gebracht, die den Großteil der qualifizierten Facharbeiter stellen. Frauen hingegen wenden sich auf dem Arbeitsmarkt bisher mehr den kreativen Jobs wie dem Friseurhandwerk oder der Modebranche zu oder fühlen sich in sozialen Berufen wie im Kindergarten, in Pflegeeinrichtungen oder im Krankenhaus wohl. Doch in den letzten Jahren bekam das Handwerk zusehends weibliche Unterstützung, denn Handwerksberufe werden für Frauen immer beliebter. Bedingt durch den Fachkräftemangel wird das Modell „Frauen und Handwerk“ verstärkt in den Fokus gerückt und bietet große Chancen auf beiden Seiten. Wir haben uns nachfolgend mit Frauen im Handwerk beschäftigt und unter die Lupe genommen, was die Vorteile sind.

Warum sind Frauen im Handwerk heute so wichtig?

Frauen finden sich heute immer häufiger in bisher typisch männlich geprägten Handwerksberufen wie Tischler, Elektriker oder Maurer wieder. Dass dieser Trend zunehmend wichtiger wird, zeigt sich im wachsenden Fachkräftemangel, der sich quer durch alle Handwerksberufe zieht und zahlreiche freie Lehrstellen mit sich bringt. Die meisten Schulabgänger streben ein akademisches Studium an, was dafür sorgt, dass qualifizierte Handwerker fehlen. Gleichzeitig steigen damit die Chancen für Frauen, in Handwerksberufen voll durchzustarten und Teil des Branchenwachstums mit finanziell guten Aussichten zu werden.

Das Handwerk bietet Arbeitsplatzsicherheit, denn in den meisten Betrieben sind die Auftragsbücher voll. Was fehlt, sind die Fachkräfte. Im Vergleich zu anderen Branchen ist das Handwerk in Handwerksorganisationen wie die Handwerkskammer oder reine Verbände für Handwerkerinnen strukturiert und gut vernetzt. Unterschiedliche bundesweite und regionale Programme sollen Mädchen und jungen Frauen den Zugang zu den Handwerksberufen erleichtern.

Die Handwerksberufe, ganz gleich ob für Frauen oder Männer, sind vielseitig, kreativ und anspruchsvoll. Die Arbeit stellt hohe Ansprüche an körperliche, aber auch geistige Fähigkeiten. Oft hörte man früher, dass Frauen im Handwerk den Männern in beiden Bereichen unterlegen wären. Das Vorurteil sollte passé sein, denn jedes Individuum bringt in allen Branchen unterschiedliche Kompetenzen und Eigenschaften mit und das unabhängig vom Geschlecht. Zudem haben wir heute die Möglichkeit, uns in nahezu allen Bereichen weiterzubilden und uns durch smarte Technik unterstützen zu lassen.

Die meisten Handwerksbetriebe sind auch heute noch echte Familienunternehmen mit flachen Hierarchien und bodenständigen Werten. Dadurch ist es meist einfacher, auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen. Diese Tatsache zeigt sich vor allem für Frauen, die im Handwerk Fuß fassen wollen als Vorteil, da eine schnelle Akzeptanz innerhalb einer familienfreundlichen Struktur möglich ist. Darüber hinaus können Zukunftspläne besser berücksichtigt und zum Beispiel berufsspezifische Weiterbildungen oder Fortbildungen zum Meister oder Techniker gefördert werden.

Letztlich überzeugen die Standortfaktoren vom Handwerk, denn egal in welcher Stadt oder in welchem Ort man seine Heimat gefunden hat, in der Regel befinden sich hier handwerkliche Betriebe.

Welche Handwerksberufe sind für Frauen besonders interessant?

Heute zeigen unzählige Frauen in nahezu jedem Handwerksberuf, dass auch das weibliche Geschlecht eine starke Rolle und bedeutende Position einnehmen kann. Ob als Malerin, Tischlerin, Elektronikerin, Kraftfahrzeugmechatronik, Anlagenmechanikerin, Feinwerkmechanikerin, Metallbauerin oder Dachdeckerin, es gibt zahlreiche Beispiele, die verdeutlichen, dass alte Rollenbilder überholt sind und Frauen im Handwerk sogar das Betriebsklima und die Arbeitsabläufe positiv beeinflussen können. Zudem ist bewiesen, dass gemischte Teams meist kreativer zusammenarbeiten, sich kommunikativer zeigen und somit den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs steigern können.

Betriebe, die Frauen für sich gewinnen wollen, sollten sich um eine frauen- und familienfreundliche Personalpolitik bemühen und verschiedene Ausbildungs- und Arbeitszeitmodelle anbieten. Das sollte bereits in den Stellenausschreibungen verdeutlicht werden. In Sachen Arbeitskleidung haben wir hingegen genau das Richtige für Frauen und Männer im Sortiment und sorgen so für den individuellen Look in Handwerksberufen.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.